Thailand kann man auf unzählige Arten bereisen. Gerade bei der ersten Reise stellt sich schnell die Frage: Welche Route ergibt Sinn und wie viel Zeit sollte man an den einzelnen Orten einplanen?

Unsere Route wurde uns vor der Reise mehrfach empfohlen – und wir können mittlerweile gut verstehen, warum. Sie kombiniert die pulsierende Metropole Bangkok mit einigen der schönsten Inseln im Golf von Thailand und lässt sich gut in zwei bis drei Wochen umsetzen.

Ein wichtiger Tipp gleich vorweg: Plane unbedingt ein paar Tage in Bangkok sowohl am Anfang als auch am Ende deiner Reise ein. Nach dem langen Flug ist es ideal, erst einmal anzukommen, sich an Klima und Zeitverschiebung zu gewöhnen und die Stadt in Ruhe zu erkunden. Außerdem ist Bangkok selbst unglaublich spannend und bietet weit mehr als nur einen Zwischenstopp.

Unsere Thailand Route im Überblick

Unsere Reise führte uns durch folgende Stationen:
Bangkok → Koh Samui → Koh Phangan → Koh Tao → Bangkok

Diese Route ist besonders beliebt, weil sich die drei Inseln relativ einfach miteinander kombinieren lassen und gleichzeitig sehr unterschiedliche Eindrücke bieten.

Bangkok – der perfekte Start in die Reise

Für viele Reisende ist Bangkok nur ein kurzer Zwischenstopp. Wir würden jedoch empfehlen, hier mindestens zwei bis drei Tage einzuplanen.

Die Stadt ist laut, chaotisch und gleichzeitig unglaublich faszinierend. Moderne Einkaufszentren stehen direkt neben kleinen Straßenständen, Tempel neben Hochhäusern und zwischen Skytrain, Wasserbus und Tuk Tuk entdeckt man ständig neue Ecken der Stadt. Gerade nach der langen Anreise hilft Bangkok auch dabei, langsam im Urlaub anzukommen.

Ein perfekter Ort dafür sind klimatisierte Einkaufszentren wie Terminal 21. Dort findet man nicht nur eine willkommene Abkühlung, sondern auch einen riesigen Foodcourt. Der ideale Weg, sich an das thailändische Street Food ranzutasten.

Unsere Unterkunft in Bangkok

Für unseren Aufenthalt in Bangkok haben wir uns für das The Coach Hotel Sukhumvit entschieden – ein kleines Boutiquehotel in einer ruhigen Seitengasse direkt neben dem Einkaufszentrum Terminal 21. Die Lage war für uns wirklich perfekt: Trotz der zentralen Umgebung ist es erstaunlich ruhig, und viele Dinge lassen sich von hier aus bequem erreichen.

Vom Flughafen hat uns ein Taxi für unter 10 € in etwa 45 Minuten durch die teilweise ziemlich chaotischen Straßen Bangkoks direkt zum Hotel gebracht. Zwar liegt das Hotel etwas weiter entfernt von klassischen Sehenswürdigkeiten wie dem Wat Arun, aber durch den nahegelegenen Skytrain und die BTS kommt man überall problemlos hin. Auch ein schöner Park ist von dort aus fußläufig erreichbar.

Ein Detail, das uns besonders gefallen hat: Das Frühstück wird direkt aufs Zimmer gebracht. Am Vorabend kann man einfach ankreuzen, was man am nächsten Morgen essen möchte – perfekt, um nach dem langen Flug ganz entspannt in den Tag zu starten. Die Zimmer sind eher klein und etwas dunkel, was aber für die ersten Tage nach der Ankunft völlig in Ordnung war. Wir haben etwa 80 € pro Nacht inkl. Frühstück für ein Zimmer mit mit Fenster bezahlt.

Das eigentliche Highlight des Hotels ist jedoch die Dachterrasse. Dort gibt es einen Pool, Liegen und einen tollen Blick über die Stadt. Oft hatten wir die Terrasse sogar ganz für uns allein. Nach einem hektischen Tag in Bangkok war das der perfekte Ort, um abends ein bisschen Ruhe zu finden.

Ein kleiner Hinweis: Auch in Bangkok gibt es abends überraschend viele Mücken, besonders auf der Dachterrasse. Mückenspray ist auch in der Stadt ein Muss.

Anreise zu den Inseln

Von Bangkok aus sind wir nach Koh Samui geflogen. Für Hin- und Rückflug haben wir etwa 232 € pro Person bezahlt. Der Flug ist definitiv die schnellste und komfortabelste Möglichkeit, um zu den Inseln im Golf von Thailand zu gelangen. Nach etwas mehr als einer Stunde Flugzeit landet man bereits auf Koh Samui. Auch der Flughafen selbst ist ziemlich besonders – eher ein offener tropischer Park als ein klassischer Flughafen. Ganz günstig ist diese Variante allerdings nicht. Die Strecke wird hauptsächlich von Bangkok Airways bedient, wodurch die Preise vergleichsweise hoch bleiben.

Eine deutlich günstigere Alternative ist der Landweg: Viele Reisende fahren zunächst mit Bus oder Zug Richtung Süden und nehmen anschließend eine Fähre zu den Inseln. In diesem Fall starten viele ihre Inselroute direkt auf Koh Phangan oder Koh Tao und machen das Inselhopping dann in umgekehrter Reihenfolge. Diese Variante spart Geld, dauert aber natürlich deutlich länger und ist weniger komfortabel als der direkte Flug.

Koh Samui – komfortabler Einstieg ins Inselhopping

Koh Samui ist eine der größeren Inseln im Golf von Thailand und bietet eine sehr gute Infrastruktur. Viele Hotels, Restaurants und gute Verkehrsanbindungen machen die Insel zu einem entspannten Start für das Inselhopping. Viele Reisende denken, dass Inselhopping kompliziert ist. In der Praxis ist es erstaunlich einfach. Zwischen Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao fahren regelmäßig Fähren. Die Überfahrten dauern je nach Strecke meist zwischen einer und zwei Stunden. Dadurch kann man die Inseln gut miteinander kombinieren, ohne ständig lange Reisetage zu haben.

Unsere Unterkunft auf Koh Samui

Auf Koh Samui kann man sich erst einmal an das Inselleben gewöhnen, Strände genießen und erste Ausflüge unternehmen. Hier haben wir im The Privilege Hotel Ezra Beach Club übernachtet. Insgesamt war das Hotel absolut in Ordnung und eine schöne Erfahrung. Das Hotel liegt etwas außerhalb des bekannten Fisherman’s Village. Der Vorteil daran: Die Gegend ist deutlich ruhiger und weniger touristisch, und auch die Restaurants in der Umgebung sind spürbar günstiger als in den bekannten Hotspots der Insel. Wir haben etwa 65 € pro Nacht inklusive Frühstück bezahlt. Besonders schön fanden wir den Poolbereich direkt am Strand. Von dort aus konnte man jederzeit ins Meer gehen. Das Frühstück selbst war eher einfach gehalten. Dafür musste man allerdings eine kleine Inselstraße überqueren, auf der erstaunlich viel Verkehr unterwegs ist. Das Hotel hatte dafür sogar einen Mitarbeiter, der als eine Art Lotse fungierte und die Gäste sicher über die Straße brachte.

Alles in allem war das Hotel eine gute Unterkunft für ein paar Tage auf Koh Samui – besonders für Reisende, die eine etwas ruhigere Lage abseits der großen Touristenströme suchen, aber trotzdem Strand und Nachtleben direkt vor der Tür haben möchten.

Koh Phangan – Natur, Ruhe und Full Moon Party

Koh Phangan ist vor allem für die berühmte Full Moon Party bekannt. Gleichzeitig hat die Insel aber auch eine ganz andere Seite. Abseits der Partystrände findet man hier wunderschöne Buchten, viel Natur und eine deutlich ruhigere Atmosphäre als auf Koh Samui. Nachts hört man ausschließlich die Geräusche des Dschungels. Koh Phangan war für uns die Insel, die dem Paradies am nächsten kam.

Unsere Unterkunft auf Koh Phangan

Auf Koh Phangan haben wir im Cookies Salad Resort übernachtet. Dort hatten wir einen eigenen Bungalow, was die Unterkunft direkt noch einmal besonderer gemacht hat. Die gesamte Anlage ist wunderschön in die Natur integriert und in den Hang gebaut. Von vielen Stellen aus hat man einen beeindruckenden Blick über die Bucht. Durch das Upgrade auf den Bungalow haben wir etwa 94 € pro Nacht inkl. Frühstück bezahlt – und der Ausblick war wirklich unbezahlbar.

Unser Bungalow hatte eine große Terrasse mit Meerblick und sogar eine kleine Außenküche, die wir zwar nicht genutzt haben, die aber trotzdem ein schönes Detail war. Das Resort liegt direkt in einer kleinen, ruhigen Bucht, die fast schon wie ein kleines Paradies wirkt. Das Wasser ist ruhig, es sind nur wenige Menschen unterwegs und die Atmosphäre ist insgesamt sehr entspannt. Ein paar Restaurants sind am Strand angesiedelt – natürlich verlangen sie aber touristische Preise (ca. 8€ pro Essen). Die Anlage selbst ist allerdings ziemlich steil angelegt, da sie in den Hang gebaut wurde. Dadurch muss man teilweise einige Treppen und Wege zurücklegen. Vor allem bei den günstigeren Zimmerkategorien ganz oben im Hang kann das durchaus anstrengend werden.

Ein weiterer Punkt: Die Lage ist traumhaft ruhig, aber dadurch kommt man nicht ganz so leicht von dort weg. Ohne Taxi oder einen privaten Fahrer ist man relativ eingeschränkt. Für uns war das aber auch ein Vorteil, weil wir die Zeit dort hauptsächlich zum Entspannen genutzt haben. Absoluter Geheimtipp: mit einem Fischerboot reisen! Fischerboote sind hier schneller und günstiger – sie bringen dich für ca. 6€ (natürlich Verhandlunssache!) zu anderen Buchten und holen dich auch zuverlässig zur vereinbarten Zeit wieder ab.

Natürlich bringt die Nähe zur Natur auch ein paar typische Thailand-Begleiter mit sich: Geckos, Spinnen und andere kleine Tiere gehören hier einfach dazu. Für uns hat das aber eher zum authentischen Erlebnis beigetragen. Insgesamt haben wir das Cookies Salad Resort als sehr entspannte und familienfreundliche Unterkunft wahrgenommen – perfekt für Reisende, die eine ruhigere Ecke von Koh Phangan suchen und ein paar Tage wirklich abschalten möchten.

Koh Tao – kleine Insel mit beeindruckender Unterwasserwelt

Koh Tao ist die kleinste der drei Inseln, aber gerade bei Schnorchlern und Tauchern sehr beliebt. Die Unterwasserwelt rund um die Insel ist beeindruckend und viele Bootstouren führen zu verschiedenen Schnorchelspots. Allerdings ist Koh Tao inzwischen auch sehr beliebt, sodass es an manchen Orten durchaus voll werden kann.

Unsere Unterkunft auf Koh Tao

Auf Koh Tao haben wir im Sairee Hut Resort übernachtet. Hier haben wir uns für eine etwas höhere Zimmerkategorie entschieden, die überraschenderweise nur ein paar Euros mehr gekostet hat. Vor Ort haben wir dann festgestellt, dass wir quasi eine kleine Doppelhaushälfte mit eigener Terrasse für uns hatten – deutlich größer als erwartet.

Das Hotel selbst ist wirklich sehr schön angelegt und hat einen hübschen Poolbereich sowie ein hervorragendes Frühstück direkt am Strand. Morgens mit Sand unter den Füßen und Blick aufs Meer zu frühstücken war definitiv eines der Highlights unseres Aufenthalts.

Zu unserem Zimmer gehörte außerdem eine Dachterrasse mit Liegen. Theoretisch perfekt zum Entspannen – in der Praxis war es dort allerdings so heiß, dass wir sie kaum genutzt haben. Der Strand direkt vor dem Hotel war leider nicht ideal zum Baden, da dort viele Boote und Ausflugsschiffe liegen. Hier merkt man schnell, wie beliebt Koh Tao inzwischen bei Touristen geworden ist. Dafür ist die Lage ansonsten sehr praktisch: Man ist direkt an den Walking Streets mit vielen Restaurants, Bars und kleinen Shops.

Wir haben etwa 92 € pro Nacht inklusive Frühstück bezahlt, was für die Größe des Zimmers und das Frühstück am Strand ein wirklich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis war.

Zurück in Bangkok

Für unsere letzten Tage in Bangkok haben wir uns noch einmal etwas mehr Luxus gegönnt und im INNSiDE by Meliá Bangkok übernachtet. Mit etwa 106 € pro Nacht war es die teuerste Unterkunft unserer Reise – allerdings auch mit Abstand die luxuriöseste.

Vor Ort haben wir allerdings erst gemerkt, dass wir ohne Frühstück gebucht hatten. Das konnten wir spontan für etwa 20 € pro Person dazubuchen – preislich also eher auf europäischem Niveau. Das Frühstück selbst war dafür wirklich beeindruckend mit einem Platz am Fenster über den Wolken. Das Hotel selbst ist sehr hochwertig. Besonders beeindruckend ist die Dachterrasse mit Pool und Blick über Bangkok. Wir hatten ein Zimmer in einem der oberen Stockwerke, was den Blick über die Stadt noch einmal besonders gemacht hat. Insgesamt fühlt sich das Hotel wirklich so an, als würde man für ein paar Tage in einer ganz anderen Preisklasse reisen. In Europa würde ein vergleichbares Hotel vermutlich eher 500 € pro Nacht oder mehr kosten.

Die Lage ist etwas weiter von den klassischen Sehenswürdigkeiten entfernt, dafür aber sehr gut angebunden. Skytrain und öffentliche Verkehrsmittel sind schnell erreichbar und direkt neben dem Hotel befindet sich auch eine kleine Shopping Mall. Wenn man sich zum Abschluss der Thailandreise noch einmal richtig Luxus gönnen möchte, ist das definitiv eine sehr gute Adresse.

Warum diese Route so gut funktioniert

Wenn du das erste Mal nach Thailand reist, ist diese Route ein sehr guter Einstieg. Sie bietet eine Mischung aus Stadt, Inseln, Natur und Abenteuer – ohne dass die Reiseplanung zu kompliziert wird. Auch kann man hier nach Belieben seine Reise anpassen, zum Beispiel eine Insel überspringen.

Und das Beste: Egal wie viel man plant, Thailand überrascht einen am Ende doch immer wieder. Für diese Route empfehlen wir mindestens zwei bis drei Wochen. So bleibt genug Zeit für Bangkok und mehrere Tage auf jeder Insel. Natürlich kann man die Route auch kürzer oder länger gestalten – je nachdem, wie viel Zeit man hat.